Unternehmensvideos drehen mit Regie

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Unternehmensvideos produzieren: So entsteht Ihr Wunschvideo

Ein Blick hinter die Kulissen der Videoproduktion bei Main-Post Corporate

Videos sind längst ein fester Bestandteil professioneller Unternehmenskommunikation und Employer Branding. Das weiß auch Main-Post Corporate, die Content-Agentur der Main-Post, die Kunden seit Jahren mit hochwertigen Videoproduktionen unterstützt. Im zweiten Teil unseres Interviews geben Roland Schmitt-Raiser, Leiter Content Creation, und Francisco Talan, Videograf, Einblicke in ihren Workflow – und verraten, wie Unternehmen zu ihrem perfekten Video kommen.

Bevor der Dreh startet, braucht es ein gutes Briefing. Welche drei Fragen stellt ihr euren Kunden zuerst?

Roland Schmitt-Raiser: Unsere drei Einstiegsfragen sind immer: Erstens – was soll das Video bewirken? Zweitens – wer ist die Zielgruppe? Und drittens – wo wird es eingesetzt? Denn ein Recruiting-Video für Instagram, das junge Azubis ansprechen soll, funktioniert völlig anders als ein klassischer Imagefilm. Sobald das klar ist, klären wir weitere Details: Gibt es Personen vor der Kamera? Brauchen wir einen Voice-over-Sprecher? Wie viele Drehorte und Protagonist:innen sind geplant? Daraus entwickeln Francisco und ein Content Creator aus dem MP-Corporate-Team ein erstes Konzept, erstellen einen Drehplan und legen Termine fest.

Der Zuschauer sieht am Ende ein fertiges Video – aber wie viel Arbeit steckt wirklich dahinter?

Roland: Viel mehr, als die meisten ahnen. Man dreht einen oder mehrere Tage, und am Ende stehen vielleicht nur wenige Minuten fertiges Material. Was dabei oft unterschätzt wird, ist die Postproduktion: Schnitt, Tonmix, Farbkorrektur, Musikauswahl – das ist leicht genauso zeitaufwendig wie der Drehtag selbst. Und das variiert stark von Projekt zu Projekt.

Francisco Talan: Genau. Wenn ich zum Beispiel einen Vortrag mitschneide, reichen Farbkorrektur und Tonbearbeitung. Wenn derselbe Referent im Endvideo aber in einem Raumschiff sitzt und mit brennenden Messern jongliert – dann wird’s in der Post natürlich deutlich aufwendiger. (lacht)

Eine der häufigsten Fragen von Kunden: Was kostet ein Unternehmensvideo?

Roland: Das lässt sich nicht pauschal beantworten, und der Preis hängt definitiv nicht einfach an der Länge des Videos. Entscheidend ist der Gesamtaufwand: Konzeption, Drehtage, Schnitt. Für einen 30-Sekunden-Spot drehen wir manchmal mehrere Tage. Für eine zehnminütige Reportage manchmal nur einen halben Tag. Dazu kommen Faktoren wie Anreise, Übernachtungen oder ob wir ein- oder zweiköpfig drehen.

Francisco: Auch die Postproduktion schlägt zu Buche: Wie komplex ist der Schnitt? Brauchen wir aufwendige Grafiken oder Effekte? Welche Musiklizenz ist nötig? Da gibt es riesige Preisunterschiede – je nachdem, ob wir auf eine Bibliothek zurückgreifen oder ein Stück eigens komponieren lassen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit euch bei Main-Post Corporate konkret ab?

Francisco: Uns ist der enge Austausch mit dem Kunden von Anfang an wichtig. Manche kommen mit einem sehr klaren Bild, was sie wollen – andere haben noch keine genaue Vorstellung. In beiden Fällen bringen Roland und ich unser Know-how ein: mit konkreten Ideen, Storyboards und einer Beratung, die wirklich passt.

Roland: Das Storyboard entwickeln wir gemeinsam, und beim Dreh ist der Kunde in der Regel auch dabei. Unsere Kundenmanager koordinieren dabei das große Ganze – falls zusätzlich Fotos, Texte, Grafiken oder Drucksachen gebraucht werden. Denn das Video ist oft nur ein Teil einer größeren Kampagne.

Was ist das schönste Feedback, das ihr nach einer Produktion bekommt?

Roland: Wenn der Kunde sagt: ‚Das ist noch besser geworden, als ich es mir vorgestellt hatte.‘ Oder wenn jemand erzählt, dass er beim Zusehen Gänsehaut hatte – das ist für mich das größte Kompliment. Und das schönste Zeichen der Wertschätzung ist natürlich, wenn ein Kunde wiederkommt. Man kennt sich dann, die Abstimmung geht schneller, und das Ergebnis wird noch besser.

Francisco: Ich sehe das genauso. Das schönste Kompliment ist ein neues gemeinsames Projekt. Einmal habe ich eine emotionale Firmenchronik zum 50-jährigen Jubiläum eines Familienunternehmens produziert. Der Film wurde bei der Feier gezeigt – und der Kunde schrieb mir danach: ‚Viele Gäste hatten Tränen in den Augen.‘ Mehr kann man sich als Videograf eigentlich nicht wünschen.

Zum ersten Teil des Interviews

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