
E-Mail-Marketing in Arztpraxen – so funktioniert erfolgreiche Kommunikation mit den Patientinnen und Patienten. Foto: Gettyimages
E-Mail-Marketing: ein unverzichtbares Werkzeug für Arztpraxen
E-Mail-Marketing auch für Arztpraxen? Die Antwort lautet eindeutig – Ja! Mithilfe von Newslettern besteht die Möglichkeit, die Bindung zu Patienten deutlich zu stärken und die Bekanntheit der eigenen Praxis nachhaltig zu steigern. Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, wie Sie mit zielgerichteten Inhalten Ihre Patienten langfristig begeistern.
Die digitale Kommunikation boomt in den letzten Jahren – und E-Mail-Marketing ist dabei ein unschlagbarer Kanal. Studien zeigen: Über 70 % der Verbrauchenden bevorzugen die E-Mail-Kommunikation gegenüber Social Media, wenn es um wichtige Informationen geht. Für Arztpraxen bedeutet das, dass E-Mail-Marketing eine effektive Möglichkeit darstellt, mit ihren Patienten in Kontakt zu bleiben und die Bindung zu stärken. Besonders in Zeiten, in denen soziale Medien ständig ihre Algorithmen oder Datenschutzbestimmungen ändern, bleibt E-Mail-Marketing ein stabiler und rechtlich sicherer Weg, Ihre Zielgruppe zuverlässig zu erreichen.[1],[2]
Die heutige Realität zeigt sich schnell in einem Gespräch mit mehreren Medizinstudentinnen. Im Laufe ihres Studiums müssen sie mehrere Famulaturen in unterschiedlichen Praxen vollziehen. „Ich habe bis jetzt noch nirgends etwas von E-Mail-Marketing mitbekommen“, erzählt Aleyna Inanc, Medizinstudentin im siebten Semester. „Wenn wurden Terminvergaben, Absagen oder Rezepte per Mail versendet. Aber selbst das habe ich nur in den größeren, städtischen Praxen gesehen.“ Auch die anderen bestätigen diese Beobachtung. Hanna Düngfelder, ebenfalls Medizinstudentin im siebten Semester, ist sich aber sicher, dass E-Mail-Marketing sehr gut für die Patientenbindung ist. „Wahrscheinlich erreicht man die Patienten auch zuverlässiger und muss ihnen nicht hinterhertelefonieren.“, so Lisa. „Gewisse Themen kann man gar nicht jedem Patienten persönlich mitteilen, über E-Mails aber schon.“ [3]
Welche Inhalte eignen sich für den Newsletter in Arztpraxen?
Newsletter sollten als umfassender und allgemeiner Kommunikationskanal gesehen werden. „Mit E-Mail-Marketing können Sie als Ärzte Ihre Patienten noch individueller ansprechen und aufklären, informieren und auch motivieren“, erklärt Marketingexperte Prof. Dr. Meike Terstiege im E-Paper Mit E-Mail-Marketing genau die richtigen Patienten erreichen von Doctolib. „Gelungene und somit erfolgreiche Emails beinhalten immer und ausschließlich Themen, die für Ihre Patienten von Bedeutung sind. Als Ärzte und Ärztinnen sollten Sie Themen identifizieren, die Ihre Patienten wirklich interessieren und die Sie im Rahmen Ihres medizinischen Dienstleistungsportfolios anbieten und besonders betonen wollen.“, betont Dr. Terstiege[4]
Die Patientinnen und Patienten wünschen sich Informationen, die für sie persönlich hilfreich und relevant sind. Beispiele für mögliche Inhalte:
- Gesundheitstipps: Dies können saisonale Tipps sein, wie zum Beispiel Tipps gegen Allergien im Frühjahr oder aber auch allgemeine Ernährungstipps.
- Praxisnews: Neue Öffnungszeiten, neue Leistungen oder neue Ärzte sind interessante Themen für die Abonnierenden.
- Serviceangebote: Nutzen Sie E-Mails individuell für Terminerinnerungen sowie für Informationen zu Impfungen, Check-ups oder besonderen Leistungen.
Solche Inhalte fördern nicht nur das Vertrauen Ihrer Patientinnen und Patienten, sondern positionieren Ihre Praxis als kompetente Ansprechpartnerin für Gesundheitsfragen. [5],[6]
Gewinnung von Newsletter Abonnierenden und Segmentierung
Vor dem Versenden von Newslettern, muss noch eine entscheidende Aufgabe erledigt werden, die Gewinnung von Abonnierenden. Es gibt verschiedene Wege, wie Arztpraxen E-Mail-Adressen sammeln können:
- Gewinnung beim Besuch der Website: Bedeutet, dass auf der Seite der Praxen eine eindeutige und auffällige Anmeldung zum Newsletter möglich ist.
- Gewinnung in der Praxis: Patienten und Patientinnen können in der Praxis vom angestellten Personal oder mit Hilfe von Aufstellern auf den Newsletter aufmerksam gemacht werden.
- Gewinnung in den sozialen Medien: auch auf den Social-Media-Kanälen kann Werbung für den Newsletter gemacht werden.
Wichtig bei der Gewinnung von Neukundschaft für den Newsletter ist vor allem, dass ihnen der Mehrwert des Newsletters deutlich gemacht wird.[7]
5 abschließende Tipps für ein erfolgreiches E-Mail-Marketing
- Ansprechendes Design: Übersichtliche Struktur, kurze Absätze und ansprechende Bilder erhöhen die Lesefreude.
- Regelmäßigkeit: Planen Sie einen festen Versandrhythmus, z. monatlich.
- Messung der Performance: Öffnungsraten, Klicks und Abmeldungen helfen, Inhalte zu optimieren.
- Personalisierung: Sprechen Sie Ihre Kundschaft persönlich an und segmentieren Sie Ihre Newsletter-Abonnierenden – denn spannende Inhalte für einen 18-Jährigen unterscheiden sich von denen für eine 50-Jährige.[8]
Autorin: Franziska Kropf
Dieser Blogbeitrag entstand im Rahmen einer Kooperation mit der Technischen Hochschule Würzburg Schweinfurt im Rahmen des Masterstudiengangs Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation
[1] Gmx. (2020, 26. November). Studie: E-Mail ist bevorzugter Kanal für Kommunikation mit Unternehmen. presseportal.de. https://www.presseportal.de/pm/16356/4774475
[2] Vgl. FranziR. (2025, 13. Februar). Newsletter-Marketing für Arztpraxen. DenPhaMed.
[3] Interview mit Aleyna Inanc und Hanna Düngfelder, geführt am 06. Juni 2025
[4] Doctolib, mit E-Mail-Marketing genau die richtigen Patient: innen erreichen
[5] FranziR. (2025, 13. Februar). Newsletter-Marketing für Arztpraxen. DenPhaMed.
[6] Mkistner. (2023, 23. September). E-Mail-Marketing für Ärzte:
[7] Kreutzer, R. T. (2021).
[8] Menges, L. (2025, 23. Mai). E-Mail Marketing 2025: Grundlagen, Tipps und Beispiele | Brevo. Brevo. https://www.brevo.com/de/blog/email-marketing/