
MP Corporate Redakteurinnen Sara Sophie Fessner (l.) und Martina Häring planen Mitarbeitermagazine crossmedial und achten bei der Erstellung der Inhalte darauf, dass sie für viele Ausspielkanäle gedruckt und digital zur Verfügung stehen. Foto: Chris Weiß
Mitarbeiterzeitschrift – nichts ist besser für Ihr Unternehmensimage!
Fünf Gründe, die für eine gedruckte Variante einer Mitarbeiterzeitschrift sprechen
Während die Auflagenzahlen von vielen Druckerzeugnissen langsam zurückgehen, boomt es in der digitalen Welt. Immer mehr passiert online. Unternehmen bauen regelmäßig ihr Intranet für die interne Kommunikation aus. Auch die letzten Firmen scheinen langsam ein Herz für die beliebten Social-Media-Seiten gefunden zu haben. Aber ist „online only“ für eine erfolgreiche Employer Branding-Strategie wirklich förderlich?
„Im Fall von Mitarbeiterzeitschriften sollte lieber zweimal nachgedacht werden, ob der Onlineversion der Vortritt gelassen wird“, sagt Katja Latz-Voinich, Content Createrin bei der Main-Post Corporate. Laut einer Studie der Kölner Content-Marketing-Agentur Kammann Rossi und der Berliner School for Communication and Management (SCM) liegt bei den Formaten für die Mitarbeiterzeitschrift aktuell das Printmagazin mit 82,9 Prozent klar vor der Onlineversion (52,3 Prozent). Das kann kein Zufall sein.
Personalmarketing, Recruiting, Stärkung der Unternehmenskultur – hier finden Sie gute Gründe, warum eine gedruckte Mitarbeiterzeitschrift im Content-Marketing nicht fehlen sollte:
Mitarbeiter brauchen Abwechslung vom Digital-Overflow
Die meisten Menschen arbeiten am Schreibtisch im Büro. Viele Stunden werden mit Arbeiten am PC und Telefonieren verbracht. Wem dieser Alltag bekannt erscheint, der weiß: Das ist verdammt anstrengend! In solchen Fällen bringt Abwechslung die Lösung. Hier kommt die haptische Version einer Mitarbeiterzeitschrift ins Spiel. Kurz zurücklehnen und durch die aktuellen Neuigkeiten der eigenen Firma blättern. Das ist nicht nur Erholung während des Jobs, sondern entspannt gleichzeitig Körper und Geist. Eine Mitarbeiterzeitschrift ist eine Content-Marketing-Maßnahme, die für Entspannung am Arbeitsplatz sorgt und gleichzeitig die Unternehmenskultur stärkt.
Eine gut gestaltete Mitarbeiterzeitschrift poliert das Unternehmensimage
Eine firmeninterne Zeitschrift ist wirkungsvoll. Sie kann auf dem Weg zur Arbeit oder gemütlich zu Hause auf dem Sofa oder im Liegestuhl auf der Terrasse gelesen werden. So bekommen nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch Freunde, Familie und Bekannte das Printprodukt in die Hand. Von vielen Unternehmen ist das gewollt. Denn ein gut gestaltetes Magazin ist automatisch erfolgreiches Content-Marketing: Es fördert das Arbeitgeberimage und erleichtert so das Recruiting neuer Mitarbeiter. Besonders wirkungsvoll sind dabei authentische Geschichten echter Menschen aus dem Unternehmen – ob Auszubildender, Produktionsmitarbeiterin oder Führungskraft. Wer im Magazin mit Gesicht und Stimme zu Wort kommt, macht das Unternehmen nahbar und glaubwürdig, nach innen wie nach außen.
Eine Mitarbeiterzeitschrift verbindet
Eine gemeinsame Wissens- und Wertebasis ist essenziell für jede erfolgreiche Firma. Die gedruckte Mitarbeiterzeitschrift stellt Zusammenhänge her, weckt das Verständnis füreinander und für Veränderungen in der Firma. Außerdem dient sie als Instrument, um die Mitarbeiter wertzuschätzen. Ihre Projekte, ihr Alltag, die von ihnen produzierten Produkte und von ihnen eingereichten Ideen werden allen Kollegen vorgestellt. Eine Maßnahme zur Förderung der Unternehmenskultur, die in jeder Employer-Branding-Strategie an erster Stelle stehen sollte.
Auch im Unternehmen: Gedrucktes ist glaubwürdiger
„Was Schwarz auf Weiß gedruckt ist, gilt als glaubwürdig. Ein Pluspunkt, den nicht alle Inhalte der digitalen Medien vorweisen können“, sagt Roland Schmitt-Raiser, Leiter Content Creation bei Main-Post Corporate. Zudem bleibt das Gelesene der haptischen Variante stärker im Gedächtnis, weil Leser die Texte bewusster erfassen. Es entsteht ein Dialog auf Augenhöhe – zwischen den Mitarbeitern und der Unternehmensführung.
Eine Mitarbeiterzeitschrift erreicht einfach mehr – auf allen Kanälen
Die Mitarbeiterzeitschrift ist für alle Kollegen verfügbar. Unabhängig von Arbeitsort und Arbeitsplatz und vor allem unabhängig vom Bürocomputer. Gerade in handwerklichen Betrieben arbeiten viele Menschen nicht am PC, sondern in der Produktion. In diesem Bereich ist es schwer, erfolgreiches Employer Branding zu betreiben. Eine gut gestaltete Mitarbeiterzeitung hilft dabei.
Doch ist ein Inhalt einmal professionell aufbereitet, entfaltet er ein beeindruckendes Mehrfachpotenzial: Derselbe Beitrag lässt sich gedruckt in der klassischen Mitarbeiterzeitschrift, als Artikel im digitalen Online-Magazin und in verschiedenen Formaten auf Social-Media-Kanälen ausspielen – jedes Mal neu inszeniert, jedes Mal zielgruppengerecht. „Einmal erstellt, vielfach genutzt – das ist das Prinzip moderner Unternehmenskommunikation“, bringt es Roland Schmitt-Raiser auf den Punkt. „Die Mitarbeiterzeitschrift verbindet die gewohnte Haptik des gedruckten Hefts mit digitaler Reichweite und macht Inhalte so modern wie effizient.“ Ein Interview mit einem Vorstandsmitglied etwa erscheint als ausführlicher Beitrag im gedruckten Heft, wird als Video ins Online-Magazin eingebettet und als kurzes Reel auf den unternehmenseigenen Social-Media-Kanälen ausgespielt – drei Formate, eine Produktion, maximale Wirkung.